Ja, ich gehöre scheinbar zu den wenigen Menschen, die das Buch „Die Päpstin“ nicht gelesen haben. Aber das hatte auch einen Vorteil, da ich ins Kino gehen konnte ohne mich zu ärgern, wie das Buch umgesetzt wurde.
Selbst mir als Nichtkennerin des Buches fällt aus, dass enorm viel gestrichen wurde. So werden Motivationen für einige Handlungen nicht ausreichend erklärt und viele Nebenfiguren bleiben ohne Tiefe und Charakterentwicklung.
Überhaupt stellt sich die Frage, warum Johanna so gläubig ist, wenn ihr eigentlich nur Menschen über den Weg laufen, die die Bibel zu ihrem Vorteil auslegen.
Die erwachsene Johanna ist in meinen Augen fehlbesetzt. So ist es noch unglaubwürdiger und naiv, dass eine Frau unter lauter Männer nie entdeckt wurde.
Etwas für das weibliche Auge ist David Wenham (der für mich immer Faramir sein wird). Er bzw. seine Figur Gerold waren vor allem der Grund, warum ich es mir verkniffen habe, zwischendurch auf Toilette zu gehen.
Ingesamt ist es kein schlechter Film. Einige der miesen Kritiken hat „Die Päpstin“ nicht verdient.


