Nicht nur Fußballer sind abergläubig. Momentan versuchen meine Kollegen und ich alles, um das Schicksal positiv zu beeinflussen. So darf eine Kollegin nur noch gegen Deutschland tippen, seitdem sie das „erfolgreich“ beim Viertelfinalspiel getan hatte – schließlich hatte sie bis dato fast immer falsch getippt. Beim Halbfinale wäre dies fast in die Hose gegangen, da sie nach dem Spiel sagen wollte, dass sie die Zahlen vertauscht hätte. Solche Tricksereien nimmt das Schicksal übel, hat aber in letzter Minute scheinbar noch ein Auge zugedrückt.
Ich habe eine andere narrensichere Methode entdeckt: das Duplo- bzw. Hanuta-Orakel. Es wurde bereits beim Spiel gegen Portugal erfolgreich getestet. Dafür braucht man nur Süßigkeiten, die Bildchen von der Nationalmannschaft enthalten. Gerade weil es dort nur Sammelbildchen von deutschen Mannschaft gibt, ist diese Methode absolut narrensicher. Heute hatte ich folgende Herren in meinen Hanutas. Hansi Flick, Phillip Lahm und Andreas Köpke. Diese Konstellation lässt natürlich nur eine Schlussfolgerung zu. Die deutsche Mannschaft gewinnt (Hansi Flick, siehe das Spiel gegen Portugal). Allerdings steht es nach Ende der Verlängerung noch 0:0 (siehe Lahm & Co.), so dass ein Elfmeterschießen alles entscheiden muss. Dabei hält Lehmann den entscheidenden Elfmeter dank eines Zettels, den ihm Köpke in den Strumpf gesteckt hat.
Das Orakel kann sich nicht irren.



Dat war dann aber wohl mal irgendwie nix.
Das kannst Du laut sagen

Ich hatte auch schon fast den Glauben an die Bildchen verloren, aber dann ging mir ein Licht auf, dass wir sie einfach falsch gedeutet hatten
Hansi Flick: Nummer 2 hinter Jogi Löw -> 2. Platz
Phillip Lahm: hatte er nicht eine Mitschuld an dem 1:0 für Spanien?
Andreas Köpke: Torwarttrainer -> dank Lehmann wurden es nicht mehr Gegentore
Ich bin ein Genie
*lol* Man muss die Tatsachen nur so drehen, dass sie passen.
Wahrscheinlich könnte ich als Hellseherin Karriere machen. Einfach immer wage Aussagen machen („Phillip Lahm wird im Spiel eine wichtige Rolle spielen“) und dann hinterher immer behaupten, dass ich genau das gemeint habe