Es ist Ewigkeiten her, als ich zum letzten Mal im Theater war. Aber wenn Jeff Goldblum und Kevin Spacey nach Recklinghausen kommen, dann ist das schon ein gewichtiger Grund, mal wieder Theaterluft zu schnüffeln.
David Mamets böse Satire auf die Hollywood-Industrie hatte kontinentaleuropäische Premiere (es lief vorher in London).
Meine Sorge, dass ich Goldblum und Spacey nicht verstehen würde, war unberechtigt. Sie hatten eine wunderbar deutliche Aussprache. Da waren die Übertitel (gibt es das Wort?) eher störend, da sie teilweise falsch waren, ich aber so auf das Lesen von Untertiteln trainiert bin, dass ich immer wieder mitlesen musste.
Das Stück selbst war sehr unterhaltsam, wenn auch nicht unbedingt ein Meisterwerk. Dafür hatte der 2. Akt doch zu viele Längen. Die Standing Ovations führe ich eher auf Jeff Goldblum (der übrigens immer noch ziemlich ansprechend aussieht) und Kevin Spacey zurück.


