In “Darcy’s Story” erzählt Janet Aylmer die Geschichte aus “Stolz und Vorurteil” aus Darcys Sicht nach.
Während ich mit Pamela Aidans Dreiteiler häufiger Probleme damit hatte, dass die Autorin eine so rege Fantasie hatte, dass die Figuren nicht mehr meinen Vorstellungen entsprachen, war ich in dieser Hinsicht mit Janet Aylmer ziemlich zufrieden. Denn die Autorin hält sich ziemlich genau an der Vorlage. Was für manche Leser natürlich auch ein Kritikpunkt sein könnte. Schließlich erfährt der Leser eigentlich nichts neues.
Das Buch beginnt damit, dass Darcy seine Schwester davon abhält mit Wickham durchzubrennen. Somit ist sofort klar, dass Wickham der Schurke ist. Insgesamt wird viel Wert darauf gelegt zu zeigen, wie gut das Verhältnis zwischen Darcy und Georgiana ist.
Ab dem ersten Treffen mit Elizabeth Bennet verläuft die Handlung parallel zu der Vorlage. Teilweise sind die Dialoge wortwörtlich übernommen.
Erst wieder bei Darcys Suche nach Wickham und Lydia und bei den Hochzeitsvorbereitungen schmückt die Autorin die Handlung durch eigene Ideen und Einfälle aus.
Wer “Stolz und Vorurteil” quasi fast auswendig kann, aber trotzdem noch einmal Darcys und Elizabeths Geschichte durchleben möchte, dürfte mit “Darcy’s Story” nichgt ganz falsch liegen. Janet Aylmer begeht keine ärgerlichen Patzer und behält den Grundton des Originals bei. Allerdings fehlt die Ironie und die Dialoge wirken in dieser Variante nicht mehr ganz so spritzig.
Ganz am Ende des Buchs gibt es übrigens eine kleine Ahnentafel. Während Georginas und Colonel Fitzwilliams Alter in “Stolz und Vorurteil” angegeben wird, bleibt das von Darcy offen. Janet Aylmer hat Darcy 28 Jahre alt gemacht.

