Gerade komme ich aus dem Triple „Fluch der Karibik“. Da mein Adrenalinpegel zum Schlafen noch zu hoch ist, nutze ich die Energie, meine Gedanken zu ordnen.
Schwer zu sagen, wie mir der Film gefiel. Er ist wesentlich düsterer als die beiden Vorgängerfilme. Vor allem im Vergleich zu Film 1 fehlt ihm die Leichtig- und Spritzigkeit sowie der Humor, was auch daran liegen mag, dass Jack Sparrow etwas in den Hintergrund trat. Die erste Hälfte ist teilweise surreal und hat mitunter Längen. In der zweiten Hälfte legt der Film an Tempo zu. Das Finale ist bombastisch. Als eigenständiger Film kann “Am Ende der Welt“ nicht angesehen werden. Dafür ist die Story zu sehr mit Teil 2 verknüpft. Als Fortsetzung funktioniert er gut. Wäre Teil 1 jedoch wie dieser Film gewesen, hätte er nie diesen Kultstatus erreichen können.
Zum Inhalt: Lord Beckett (Tom Hollander) hat die Macht über das Herz von Davy Jones (Bill Nighy) und kontrolliert somit die Weltmeere. Elizabeth (Keira Knightly), Will Turner (Orlando Bloom), Kapitän Barbossa (Geoffrey Rush) und die Voodoomeisterin Tia Dalma (Naomie Harris) wollen Jack Sparrow (Johnny Depp) und sein Schiff, die „Black Pearl“ aus dem Jenseits zurück holen, wobei jeder einzelne seine eigenen Beweggründe hat. Dafür benötigen sie die Hilfe des Piraten Sao Feng (Chow Yun Fat) in Singapur.
Für den Spoilerteil (mit Ende) den weißen Text markieren.
Wer das Herz von Davy Jones zerstört, wird selbst unsterblich und nimmt seinen Posten auf der „Flying Dutchman“ ein. Jack Sparrow sieht darin seine Chance, für immer an ein eigenes Schiff zu kommen. Er schließt einen Handel mit Lord Beckett ab, dass er die Schiffe der East India Trading Company zu dem Versammlungsort der Piraten führt. Doch auch Will Turner will Beckett zu den Piraten führen, da er immer noch hofft, seinen Vater zu retten. Die neun wichtigsten Piraten wollen sich an einem geheimen Ort treffen, um zu beraten, wie sie gegen Lord Beckett und seine Amada vorgehen können. Vor Jahren habe diese Piraten beschlossen, die Meeresgöttin Calypso, die ihnen zu mächtig und unkontrollierbar wurde, in einem menschlichen Körper einzuschließen. Calypso soll nun befreit werden, um im Kampf gegen Beckett und Davy Jones zu helfen. Der Körper, in dem Calypso, die die große Liebe von Davy Jones war, gefangen ist, ist der von Tia Dalma. Es kommt zu einer großen Schlacht zwischen der „Black Pearl“ und der „Flying Dutchman“. Während des Kampfes lassen sich Elizabeth und Will von Barbossa trauen. Jack hat die Chance, das Herz von Davy Jones zu zerstören, doch da durchbohrt dieser Will Turner mit seinem Degen. Um Will vor dem Tod zu retten, gibt Jack Will die Möglichkeit, das Herz zu vernichten. Jack wird dadurch unsterblich und an die „Flying Dutchman“ gebunden. Er hat nun nur alle 10 Jahre die Chance, wieder für einen Tag an Land zu gehen. Die „Black Pearl“ und die „Flying Dutchman“ verbünden sich und vernichten das Schiff von Lord Beckett. Die letzte Sequenz, nach dem Abspann, spielt 10 Jahre später. Elizabeth hat ein Kind und wartet auf die Rückkehr von Will.
Das wird dann wohl nichts mit einem Schäferstündchen, wenn das Kind dabei ist.^^
Wie bereits oben erwähnt, ist mir Jack Sparrow eindeutig zu wenig präsent. Schließlich ist er der Grund, warum ich die Reihe so liebe. Aber zum Glück gibt es einen zweiten Jack, der für einige Lacher sorgt. Damit meine ich nicht die anderen Jack Sparrows, die Jack immer wieder heimsuchen, sondern das kleine Äffchen. Wirklich goldig und zum Brüllen komisch.
Toll war auch Keith Richards als Oberpirat. Die Verwandtschaft zu Jack Sparrow ist nicht zu übersehen.
Es hätte dem Film sicherlich gut getan, wenn mehr Karibik-Feeling aufgekommen wäre. Aber wie soll das gehen, wenn er kaum in der Karibik spielt? Vielleicht hätten die Macher Singapur weglassen sollen und dafür eine Karibikinsel oder ähnliches nehme sollen. Mir hätte es auf jeden Fall gefallen.
Die zweite Hälfte bietet das an Tempo, das zu Beginn fehlte. Die finale Schlacht, die auch bereits im Trailer kurz zu sehen ist, ist phänomenal. Hier wird jede bisherige Action aus den beiden vorherigen Filmen überboten. Kurz vor dem Showdown gibt es eine Szene auf einer Sandbank, wo die Vertreter beider Parteien zu Verhandlungen aufeinander treffen. Großartig gefilmt und mit toller Musik. Ich hatte eine Gänsehaut.
Elizabeths Liebesdilemma wird natürlich auch aufgelöst. Aber musste das so kitschig sein? Ich mag zwar Kitsch, aber das war zu viel des Guten. Einige Bilder hätten perfekte Cover für Liebesromane sein können. Naja, zumindest hat mich dieses Ende etwas ausgesöhnt, wenn ich auch eine andere Konstellation ganz eindeutig bevorzugt hätte.
Wenn ich alle drei Filme benoten müsste, dann sähe das Ergebnis wie folgt aus:
Teil 1: 4,5 Punkte, Teil 2: 3,5 Punkte, Teil 3: 2,5 Punkte.
Edit: Mainis Kritik zum Film.



[...] Eigentlich eine Frechheit, dass sowas verkauft wird, ohne dass ein entsprechender Hinweis erfolgt. Hier das richtige [...]
[...] Weitere Reviews: Nefret im nachtwandlerischen Anflug [...]
du hast ja editiert und ich hätte es beinahe nicht mitbekommen
aber wie ich sehe, stimmen immer mehr leute uns zu. dann bin ich zur abwechslung mal gar nicht so komisch
und jetzt habe ich noch einmal editiert
(aber nur deine kritik verlinkt)
die fassung von heute nacht war ja nur die rohfassung, damit ich mir was von der seele schreiben konnte
wer stimmt uns denn noch zu?
*hust* *flüster* Oli hat sich wohl durch diverse Kritiken gearbeitet und las dort heraus, dass viele davon die Negativ-Punkte, die Marco in seiner Rezi hat (zu lang, zu wenig Piraten-Flair, konfuse Handlung), bestätigen. *flüsteraus*
Ich hab allerdings paar gelesen, die den Film hochjubeln. Bin mir nur nicht ganz sicher, ob die den Film tatsächlich gesehen haben *grübel*
Bei mir hab ich derweil jetzt auch Punkte vergeben
Sowas ähnliches habe ich mir gedacht: Teil 3 wird nicht wirklich gut. Der zweite Teil hatte schon seine Längen und eine mehr oder weniger überzeugende Storyline. Die Charaktere werden mir wohl weiterhin gefallen. Bei der Story habe ich meine Zweifel.
ja, allein wegen der charaktere würde ich sofort in einen 4. teil gehen
vermutlich hat es teil 3 auch nicht besonders gut getan, dass wir ihn im triple gesehen haben, so dass ein direkter vergleich möglich war
@ maini: ach, wieder eine diskussion unter mods
dann muss ich wohl nicht länger darauf warten, dass im für normaluser zugänglichem forum diskutiert wird – schade
gib nicht auf. bisher haben ja nur wir ihn gesehen und halt marco
[...] die Geschichte will ich gar nicht so eingehen, das haben Maini und Nefret schon viel besser und früher [...]
langweilig
schwachsinnige story
special effect überladen
und eigentlich nur vier dinge
kämpfende piraten
sterbende bzw. schon tote piraten
kämpfende schiffe
untergehende bzw. wieder hochkommende schiffe
immer das selbe und absolut ohne ziel und sinn. am ende waren alle toten wieder da und alles was kaputt war, wieder ganz… und jeder wieder alleine… pff…
und das mit einer gesamtlänge – inkl. werbung und pause – 215 Minuten
was eine Zeitverschwendung.
Robert Du bringst es auf den Punkt.
Dieser Film ist trotz aller Liebe zu den Charakteren voll die Verarsche. Gut dasss ich den 3. nicht im Kino sondern bei einem Freund vom Internet geladen hab. Wir haben ihn wieder gelöscht und Geld und noch mehr Ärger erspart.