Drama von Ian B MacDonald, Großbritannien 2007, 93 min, mit Billie Piper, Hayley Atwell, Joseph Beattie u.a.
Als junges Mädchen kam Fanny Price (Billie Piper) zu der Familie ihrer Tante mütterlicherseits nach Mansfield Park. Bis auf ihren Cousin Edmund (Blake Ritson) lässt der Rest der Familie sie spüren, dass sie nur eine arme Verwandte ist. Als das Geschwisterpaar Crawford in die Nachbarschaft von Mansfield Park zieht, sorgt dieses für reichlich Wirbel. Mary Crawford (Hayley Atwell) verdreht Edmund den Kopf und Charles Crawford (Joseph Beattie) testet seinen Charme an den Damen des Hauses.
„Mansfield Park“ war der erste Film der Jane Austen-Season auf ITV. Nach der Ausstrahlung wurde diese Verfilmung von der Mehrheit der Zuschauer ziemlich verrissen. Aber natürlich war ich neugierig und wollte mir mein eigenes Bild machen.
Leider muss ich den Kritiken in vielen Punkten zustimmen. „Mansfield Park“ ist nicht besonders gelungen. Zum einen wurden die Personen gegenüber der Vorlage teilweise so verändert, dass dieses fast den Sinn der Geschichte verändert. Im Roman ist Fanny Price eher weinerlich und schwächlich. In dieser Verfilmung springt sie durch die Gegend und kommt häufig eher trotzig rüber. Mrs Norris, im Roman neben den Crawfords die in interessanteste Person, wird viel zu harmlos dargestellt. Dafür ist Edmund genau der gleiche Langweiler wie in der Vorlage. Die Crawford-Geschwister finde ich ebenfalls relativ gut getroffen.
Zuschauer, die den Roman nicht kennen, dürften vor allem in den ersten Minuten beim Einstieg in den Film Probleme haben, da alles sehr gehetzt wirkt.
Und wie bei „Persuasion“ muss ich mich wieder über das cheesy Ende beschweren. Glauben die Produzenten tatsächlich, Jane Austen-Fans so grausig kitschige Schlussszenen wollen? Diese hatte fast Schundroman-Niveau.
Zu den soliden Darstellern kann ich nicht allzu viel sagen. Einzig Billie Piper, die ich vorher noch nicht kannte, hat mich fast durchgängig gestört. Ob sie eine Fehlbesetzung war oder dieses lediglich auf das Drehbuch zurückzuführen ist, kann ich nicht beurteilen.
Insgesamt befriedigt „Mansfield Park“ weder als Jane Austen-Verfilmung, noch als Unterhaltungsfilm. Wenn ich mir eine entsprechende Verfilmung anschauen möchte, dann würde ich eher zu der von Patricia Rozema greifen.
Fanny
Edmund und Fanny
Mrs Norris
Die Crawfords


Kann dir in allen Punkten zustimmen, hinzu kommt noch, dass Edmund stänidg aussah, als wäre er aus einem Katalog entsprungen. Und dann diese seltsame geleckte Frisur Oo´
Billie Piper ist wirklich grottig, allein das Aussehen passt überhaupt nicht. Wer lief den zur der zeit mit solchen Haaren durch die Gegend? (habs dieses mal echt mit den Haaren ^^)
Wie fandest du eigentlich Crawford?
darüber, dass billie pipers haare absolut unpassend waren, habe ich mich erst überhaupt nicht aufgeregt
wenn der rest okay gewesen wäre, hätte ich locker darüber hinweg gesehen
crawford fand ich eigentlich nicht schlecht – auf jeden fall viel besser als edmund
oder meintest du seine frisur?
ich hatte glück: gestern hat doch tatsächlich meine dvd bei amazon gekauft
*lach* Hast mich schon richtig verstanden ^^ Ich war nicht so begeistert von dem, aber eher rein äußerlich, da fand ich den Crawford aus der Rozema Verfilmung besser, denn da konnte man/frau verstehen, wieso die Damenwelt hinter dem her ist. Außerdem fehlte mir da der gewissen Charme. Edmund konnte, trotz Frisur, mich eher überzeugen. Obwohl es auch besser geht natürlich ^^
Pipers Frisur sah einfach nur schlampig aus (bin jetzt irgendwie darauf fixiert *grins*). Aber hast schon recht, das ist noch der kleinste Übel.
PS: Gratulation zur DVD
edmund habe ich mittlerweile schon ziemlich verdrängt
war die szene nicht übel, wo er plötzlich feststellt, dass fanny als frau doch ganz interessant ist?
irgendwie passt das schreckliche cover perfekt zum film
Das Cover ist wirklich grausig und hat mich bisher ziemlich effizient vom Kaufen abgehalten. Wenn man nach dem Cover und vor allem den … öh … weiblichen Vorzügen, die da so *hust* subtil *hust* in den Vordergrund gerückt werden geht, müsste der Film eigentlich “Die lustigen Vamp-Schlampen von Mansfield” heißen … Irgendwie nicht besonders Fanny-mäßig …
lol, klasse titel
und der gesichtsaudruck passt auch perfekt dazu
Der Gesichtsausdruck ist fantastisch – ich warte ja nur darauf, dass sie ihre Peitsche hinterm Rücken vorholt …
Ist das Edmund-Bild da oben eigentlich typisch für die Frisur? Und ich dachte, der Dreieckspony von Dings … äh, Mist, wie heißt der noch gleich? Johnny Lee Miller? aus der Rozema-Version wär affig …
ja, das ist seine typische frisur
(hier hätte jetzt ein kotz-smiley gut reingepasst)
ganz toll ist sie zusammen mit seinem gesichtsausdruck, wenn er plötzlich feststellt, dass er fanny liebt: sie ist beim sticken, er schaut auf und plötzlich kommt ihm die erleuchtung – bäh!